Wenn internationale Spitzenstudierende auf Thüringer Deep Tech treffen
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Wenn internationale Spitzenstudierende auf Thüringer Deep Tech treffen
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Beim Harvard/MIT Germany Trek 2026 trafen 34 internationale Forschende, Gründer:innen und Fachleute in Erfurt und Jena auf Menschen, die hier neue Technologien entwickeln, Forschung in die Anwendung bringen und Unternehmen aufbauen.
Die US-Universitäten Harvard University und das Massachusetts Institute of Technology (MIT) sind nach wie vor Karriereschmieden für Future Leaders der Wirtschaft, Technologie, Startup-Branche und Politik. Erst diese Woche verteidigten beide Hochschulen ihre Spitzenränge im „Shanghai-Ranking“ der weltweit besten Universitäten. Wer einen Abschluss aus Harvard oder MIT hat, geht nicht nur mit einem weltweit anerkannten Qualitätssiegel, sondern auch mit einem optimalen Netzwerk in die Weltpolitik und -wirtschaft.
Es lohnt sich also, diese Menschen vom Potenzial der deutschen Innovationsstandorte zu überzeugen. Mit genau diesem Ziel führt der Harvard/MIT Germany Trek eine internationale Delegation von über 30 Studierenden eine Woche lang durch München, Erfurt, Jena, Dresden und Berlin.
Als zweite Station des Treks treffen die Studierenden aus Metropolen wie New York, Peking und Delhi auf Thüringen. Ein Bundesland, dessen Existenz ihnen bis dato teils völlig unbekannt war.



Raus aus dem Zug und direkt ins Innovation Lab: Das Mehnert Lab im Kontor Erfurt repräsentiert die perfekte Infrastruktur für die Entwicklung innovativer Lösungen und inspirierenden Austausch. Hier begegnete die internationale Delegation Thüringer Gründer:innen, Unternehmen, Wissenschaft und Akteur:innen des Innovationsökosystems.
Christiane Kilan, Vorständin unserer Innovationsstiftung, erklärte, wie ostdeutsche Regionen, die von wirtschaftlichem Wandel geprägt sind, disruptive Veränderungen in dynamische Innovationszentren verwandeln.
Kai Wicker, Head of ZEISS Innovation HUB, gab Einblicke in technologiegetriebene Innovation und die Frage, wie neue Ideen auch in etablierten Strukturen ihren Weg in die Anwendung finden.
Danach wurde aus Präsentation Gespräch: Beim gemeinsamen Essen, beim Rundgang im Mehnert Lab und in kleinen Runden zwischen Gästen aus Thüringen und der internationalen Delegation. Die Teilnehmer:innen des Harvard/MIT Germany Trek bringen sehr unterschiedliche Perspektiven mit nach Thüringen. Sie kommen unter anderem aus Entrepreneurship, Venture Capital und künstlicher Intelligenz, aus Engineering und Aerospace, Gesundheitswissenschaften, Wirtschaft und Public Policy. Genau diese Menschen trafen in Erfurt auf ein Innovationsökosystem, in dem Forschung, Unternehmertum und technologieorientierter Mittelstand eng miteinander verbunden sind.






Ob beim Empfang im Erfurter Rathaus durch Oberbürgermeister Andreas Horn oder im Austausch mit Erfurter Persönlichkeiten aus Destinationsmarketing, Forschung, Hochschulen und Wirtschaft: Der Vormittag von Tag 2 zeigte, was die Landeshauptstadt ausmacht und wie viel Engagement, Innovationskraft und Weltoffenheit in ihr steckt.
Dass das auch für Thüringen im Ganzen gilt, erklärte Ministerpräsident Mario Voigt zum gemeinsamen Lunch im Sitz der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen. Voigt verwies dabei auf eine Stärke des Standorts, die sich auch im Programm des Treks wiederfand: die kurzen Wege zwischen Wissenschaft, innovativem Mittelstand und jungen Technologieunternehmen. Genau diese kurzen Wege bietet der Innovationhub der Thüringer Innovationsstiftung in der Defensionskaserne Erfurt.
Am Nachmittag ging es weiter nach Jena und damit mitten hinein in zwei Technologiefelder, für die Thüringen international steht: Optik und Photonik sowie Raumfahrt.
2026 flogen zwei ASTRO APS Sternsensoren von Jena-Optronik mit der NASA-Mission Artemis II zum Mond. Anhand des Sternhimmels bestimmten sie die exakte Ausrichtung der Orion-Kapsel. Die Teilnehmenden des Germany Trek lernten direkt vor Ort im Thüringer Unternehmen die Technologie und die Ingenieur:innen dahinter kennen, die mit Leidenschaft und jahrzehnterlanger Expertise die NASA-Mission mit zum Erfolg führten.
Wenige Kilometer weiter zeigte das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz IPHT), wie aus langjähriger Forschung neue Anwendungen entstehen können, so wie die ultradünnen Mikroendoskope von DeepEn.



Fotos: Jacob Schröter | Todorova
In ein bis fünf Jahren haben wir Harvard und MIT Absolvent:innen auf dem Markt, die das Potenzial Thüringens kennen. Die mit eigenen Augen den in Jena gebauten Sternsensor sehen konnten, der die NASA Mission zum Mond führte. Die sich erinnern werden, dass Thüringen mit über 100 Hidden Champions Weltmarktführer in zahlreichen Branchen ist.
Mit der Investition in langfristiges Vertrauen und Partnerschaften bauen wir Strukturen auf, um das internationale Ansehen des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts Thüringen zu stärken.
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