Wie aus Spitzenforschung ein international beachtetes MedTech-Startup wurde
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Wie aus Spitzenforschung ein international beachtetes MedTech-Startup wurde
Wenn Innovation ihren Weg aus der Forschung in die Praxis findet, entstehen Technologien, die ganze Bereiche verändern können. Das Jenaer Startup DeepEn ist ein Beispiel dafür, wie dieser Übergang gelingen kann – mit Mut, exzellenter Wissenschaft und einem starken Innovationsökosystem im Rücken.
Das international aufgestellte Team von DeepEn entwickelt mikroinvasive Endoskope, die mithilfe holographischer Verfahren und präziser Lichtsteuerung hochauflösende Bilder aus tiefen Gewebeschichten liefern. Die Technologie ist rund zehnmal kleiner als herkömmliche Endoskope und eröffnet vor allem der neuronalen Forschung völlig neue Perspektiven. Nach ihrer Ausgründung aus dem Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Anfang 2024 begann für das Team der Schritt in die Kommerzialisierung und ein außergewöhnlich dynamischer Weg nahm seinen Lauf.
Das Jenaer DeepTech-Startup blickt auf über zehn Jahre Forschungsarbeit zurück. Seit 2017 entwickelt und forscht das Team am Leibniz-Institut für Photonische Technologien in Jena und baut auf die Expertise am Standort. Damit entwickelten sie auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse eine wegweisende Lösung für den Kampf gegen Alzheimer, Schlaganfälle und Tumore.
Bereits 2023 hatte DeepEn den Weg in den Accelerator TRIP gefunden, der die Brücke von der Forschung zum Markt schlägt. Individuelle Coachings, ein Prototyping-Budget, Workshops und der Zugang zu einem breiten Netzwerk halfen dem Team, ihr Geschäftsmodell zu schärfen und die Technologie für die Anwendung vorzubereiten.
Nach dem Einzug in die TRIP Final Class setzte DeepEn seinen Weg mit zunehmender Sichtbarkeit fort. Ein besonderes Highlight war die Präsentation auf der Hannover Messe: Dort zog das Team nicht nur großes Interesse auf sich, sondern setzte sich im bundesweiten Pitch-Wettbewerb auch gegen 56 andere Startups durch und gewann den Wochensieg. Dieser Erfolg unterstrich eindrucksvoll das Potenzial der Technologie und gab dem Team zusätzlichen Rückenwind für die weitere Entwicklung.
Mit der gestärkten Positionierung gelang DeepEn 2024 der Sprung auf mehrere große Bühnen. das Team Jury und Publikum gleichermaßen und gehörte zu den Gewinnern des Events. Kurze Zeit später folgte der Sonderpreis für Junge Unternehmen beim Innovationspreis Thüringen, der die technologische Qualität und das Marktpotenzial der Entwicklung eindrucksvoll unterstrich.
Auch auf internationaler Ebene fand die Innovation Resonanz: DeepEn wurde unter die 25 besten wissenschaftsbasierten Startup-Ideen weltweit im Wettbewerb Falling Walls gewählt und erhielt zusätzlich den renommierten European Microscopy Award 2024 der European Microscopy Society – eine Auszeichnung, die nur alle vier Jahre vergeben wird.
Anfang 2025 folgte ein weiterer Meilenstein: DeepEn schloss eine siebenstellige Seed-Finanzierung mit bm|t, der MBG Thüringen und der Sparkasse Jena-Saale-Holzland ab. Ergänzt wurde diese durch eine Förderzusage des EIC-Transition-Programms über 2,5 Millionen Euro, die das internationale Vertrauen in die Technologie unterstreicht.
Den vorläufigen Höhepunkt markiert der Launch des ersten Produkts, der DeepEn One™ in vivo Microendoscopy Platform. Damit wird aus einer visionären Forschungsarbeit eine real verfügbare Technologie, die neue Wege in der Biomedizin und der neuronalen Forschung öffnet.





DeepEn steht für eine Erfolgsgeschichte, wie sie nur in einem funktionierenden Innovationsökosystem entstehen kann: wissenschaftliches Know-how, unternehmerische Energie und eine kontinuierliche, bedarfsorientierte Förderung greifen hier ineinander. Die Stiftung durfte das Team auf mehreren Etappen begleiten – vom TRIP Accelerator über die Investor Days Thüringen bis zum Innovationspreis Thüringen.
Heute gehört DeepEn zu den spannendsten Deep-Tech-Ausgründungen der Region und zeigt, wie Thüringer Forschung zu internationaler Relevanz wachsen kann.
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