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Women in Photonics 2025

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Mehr als 70 Nachwuchswissenschaftlerinnen aus 17 Ländern – darunter Indien, Brasilien, Mexiko und Australien – kamen vom 1. bis 5. Juni 2025 nach Jena, um ihre Forschung zu präsentieren, sich zu vernetzen und über Karrierewege in Wissenschaft und Industrie zu diskutieren. Das Event wurde gefördert durch unsere Innovationsstiftung.

Optische Technologien für die Gesundheit im Fokus

Im Mittelpunkt des fünftägigen Workshops standen lichtbasierte Technologien zur Diagnose und Therapie von Krankheiten wie Krebs, Infektionen oder Alzheimer – dem zentralen Forschungsfeld des Leibniz-IPHT.
Karrierewege und eine gemeinsame Sprache über Fachgrenzen hinweg Zsuzsanna Heiner, Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin, entwickelt neue Infrarot-Lichtquellen zur Analyse biologischer Grenzflächen. Für sie verbindet Women in Photonics zwei Ebenen: die fachliche und die persönliche. „Die Photonik ist ein hochgradig interdisziplinäres Feld. Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen arbeiten hier
zusammen. Umso wichtiger ist es, eine gemeinsame Sprache zu finden. Genau das ermöglicht uns dieses Netzwerk.“

Erfolgreiches Format mit wachsender Reichweite

Seit 2018 lädt das Leibniz-IPHT zu Women in Photonics, mit stetig wachsender Resonanz. Die Zahl der Bewerbungen steigt, ebenso wie die internationale Sichtbarkeit. Für das Institut ist der Workshop mehr als ein Netzwerkformat: Er ist ein wirkungsvolles Instrument, um wissenschaftliche Talente früh kennenzulernen und für den Forschungsstandort Jena zu gewinnen.

»Exzellente Wissenschaft braucht Vielfalt – und sie braucht junge Forscherinnen, die neue
Perspektiven einbringen. Mit dieser Konferenz wollen wir Sichtbarkeit schaffen, Barrieren abbauen und Räume für Austausch bieten. Forschung ist international und interdisziplinär. Deshalb holen wir gezielt Talente aus aller Welt nach Jena. So fördern wir Karrieren und stärken die
Innovationskraft des Optik- und Photonik-Standorts.«
Prof. Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz- IPHT

Impulse aus Forschung, Industrie und der Region

Neben internationalen Speakerinnen aus Wissenschaft und Industrie beteiligten sich auch Arbeitgeber aus der Region aktiv am Workshop. Unternehmen und Forschungsinstitute die Jenoptik, Zeiss, ams OSRAM International, Fraunhofer IOF und das Leibniz-IPHT präsentierten sich im Rahmen des Career Panels als potenzielle Arbeitgeber und zeigten, welche Karrieremöglichkeiten der Standort Jena jungen Talenten bietet.

Zudem boten renommierte Expertinnen wertvolle Einblicke in Spitzenforschung und Karriereverläufe: Mihaela Žigman vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik stellte ihre Arbeit zur feldaufgelösten Infrarotspektroskopie vor, mit der sie gemeinsam mit Physik- Nobelpreisträger Ferenc Krausz an der Früherkennung von Krebserkrankungen forscht.  Mit Julie Sheridan Eng, CTO des US-Unternehmens Coherent Corp., berichtete zudem eine führende Industrievertreterin über ihren Werdegang und die Rolle photonischer Technologien in der globalen Wirtschaft.

Fotos: Stela Todorova/ Leibniz-IPHT